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Mrz
Igors Story Part2
Zur gleichen Zeit, tief im hohen Berge verborgen, saß in einer Spelunke ein grimmig aussehender Zwerg, mit langem Barte und geflochtendem Haar. Für gewöhnlich war er übel gelaunt, so auch heute. Der Grund hierfür war der Spott, den er wieder und immer wieder über sich ergehen lassen musste. Wieder einmal saß er da, hörte sich das Gerede der anderen über ihn an, als er sich noch einen Apfelsaft bestellte und wiederholt das angebotene Bier ablehnte. „Na los Gimli, werde normal und trink endlich mal was Anständiges!“ pöbelte der dicke Wirt. Gimli verzog angewidert das Gesicht. „Nein! Versteht doch endlich, dass ich das Zeug nicht anrühre.“ „Du bist abnormal, eine Schande, sowas nennt sich Zwerg und trinkt ständig dieses Kinderwasser!“ rief ein anderer Zwerg laut durch den Raum. Gimli reichte es, er verließ die Kneipe ohne ein weiteres Wort und vernahm nur noch entfernt das Gebrüll hinter ihm. „Ja! Hau ab, eine Schande, eine Schande sag ich euch!!! “ Seit Jahren ging es so, sie verstanden ihn einfach nicht, wie kann ein Zwerg nicht trinken und Umgangsformen pflegen, die kein anderer Zwerg jemals gekannt hatte. Er war das alles so leid, aber was sollte er tun, einfach fort gehen, an die Oberfläche? Als er so vor sich hingrübelnd die Strasse entlang ging, hörte er die Antwort. Auf einer Bank flüsterten zwei miteinander. „Dann soll er doch nach Watatuka gehen, denn hier will den eh keiner mehr!“ Des Zwerges Augen leuchteten auf. „Watatuka? Das ist es, das ist doch das Dorf, wo jeder willkommen ist, der anders ist.“ Mit einem breiten Grinsen im Gesicht machte er sich auf den Weg nach Hause, packte seinen Beutel und wanderte aufwärts zum Ausgang des Berges. Nur ein Problem blieb dennoch, er wußte nicht, wo er dieses Watatuka finden sollte, aber jemanden danach fragen, wollte er auch nicht. Daher entschloss er sich, einfach seinem Herzen zu folgen und zu hoffen, dass er es finden würde. Es war schon tiefe Nacht, als er den Ausgang des Berges erreichte. Staunend sah er gen Himmel, eine sternenklare Nacht. Er verstand nicht, wie die anderen im Berge wohnen konnten, während die Natur hier draußen so schöne Sachen zu bieten hatte. Schon als Kind lief er immer heimlich draußen herum und verbrachte manchmal ganze Nächte in der freien Natur, was sein Ansehen nicht grade steigerte. Als er den tiefen dunklen Wald erreichte, zögerte er jedoch. So weit war er noch nie von Daheim weggewesen. Aber er wäre kein Zwerg, wenn er nun einen Rückzieher machen würde und so entzündete er seine Fackel und lief unsicheren Schrittes in den Wald hinein. Nach einer gefühlten Ewigkeit sah er in einiger Entfernung eine Lichtquelle, vorsichtig trat er weiter. Als er an der Feuerstelle ankam, fuhr er erschrocken zusammen. „Was beim Barte ist das`?!“
Geistiges Eigentum von ©Nadine Berndt
von: Wolke von Schlaufels | Kategorie(n): Allgemein

